Eine Odyssee geht zuende...

Eine Odyssee geht zuende...

15.06.2014

...zumindest für dieses Jahr. Nachdem von den Moorschnucken im Wildgehege ein Muttertier Drillinge zur Welt gebracht hat und nicht genug Milch hatte, eine Moorschnucke eine Euterentzündung und ein Muttertier unter der Geburt einen Schlaganfall bekommen hatte, fanden sich mit einem Mal drei neu geborene Lämmer im Aufzuchtstall auf dem Forsthof ein. In der Anfangszeit hieß das für die Mitarbeiter: alle drei Stunden Fläschchen geben. Hierzu haben wir eine spezielle Lämmeraufzuchtmilch gekauft. Im Vergleich zu Kälberaufzuchtmilch ist die für Lämmer leicht vorgesäuert und damit für die Lämmer verträglicher. Während die Lämmer anfangs in einem Flaschengang lediglich eine Flasche von 200 ml pro Lamm leertranken, steigerte sich die Menge innerhalb von zwei Wochen auf das doppelte. Zum Schluss, das heißt nach ca. fünf Wochen Flaschenaufzucht, waren wir bei einer Menge von 4 - 5 Flaschen pro Lamm angekommen. Spätestens ab der Hälfte der Flaschenzeit ging dann doch die eine oder andere Flasche zu Bruch, weil die Lämmer so stürmisch an die Flasche drängelten und uns diese aus der Hand stießen. Ab der vierten Woche fingen die Tiere dann langsam an Löwenzahn, Gras und Heu zu fressen. Zur Zeit laufen sie auf dem Gelände des Forsthofes unter Beobachtung grasend in der Baumschule als lebende Rasenmäher, wobei Blätter von Sträuchern und Bäumen auch nicht verschmäht werden. Die Bildergallerie zeigt eine chronologische Abfolge der Aufzuchtzeit und der Personen, die beim Flaschengeben beiteiligt waren. Mittunter wurden auch Spaziergänger auf dem Weg zum Wildgehege aus pädagogischen Gründen mit ihren Kindern rekrutiert. Zu erwähnen ist auch der jüngste städtische Mitarbeiter, Drahthaar Attila, der durch sein Sauberlecken von Anfang an die Verdauung anregte. Wichtig war allerdings, dass er nach jedem Flaschenfüttern auch jeweils ein "kleines" Fläschchen zu Nuckeln bekam. Wenn das nicht der Fall war, wurde unter lautem Bellen ein "Hundetanz" aufgeführt, was die Lämmer in keiner Weise beeindruckte.